CranachNet:Infrarot-Untersuchung in Neustadt an der Orla

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Abbildungen von links nach rechts: (1) Ausschnitt aus der Zeichnung „Christus und die Ehebrecherin“, Frankfurt am Main, Städel, Inv. Nr. 15666. (2) Ausschnitt aus einer IRR-Aufnahme der Madonna mit Kind und Johannesknaben, Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen. (3) Ausschnitt aus der Madonna mit Kind, Karlsruhe, Kunsthalle, Kat. 1966, Nr. 108. (4) Ausschnitt aus dem Holzschnitt mit Martin Luther als Junker Jörg, Coburg, Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv. Nr. H.0064


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Infrarot-Untersuchung am Neustädter Altar

Am 14. September 2013 untersuchten Michael Hofbauer und Peter Schmelzle vom Cranach Research Institute die Predella des Cranach-Altars in der Stadtkirche von Neustadt an der Orla mittels Infrarot-Reflektografie. Im Rahmen der Tagung Der Altar von Lucas Cranach dem Älteren in Neustadt an der Orla und die Kirchenverhältnisse im Zeitalter der Reformation ergab sich bei dieser Untersuchung der direkte Abgleich mit den Ergebnissen von Sabine Maier und Rüdiger Maier, die den gesamten Altar im Frühjahr 2009 bereits mittels IRR untersucht hatten und der neuerlichen Untersuchung beiwohnten.

Der Neustädter Altar gilt als der einzige noch an seinem ursprünglichen Aufstellungsort befindliche Cranach-Altar. Seine Auslieferung durch Lucas Cranachs Bruder Matthes im Juni 1512 ist urkundlich bezeugt. Die Predella weist eine sich deutlich unter der Malschicht abzeichnende Unterzeichnung mit zahlreichen Pentimenten auf. Aus der Art der Unterzeichnung können Rückschlüsse über den Entstehungsprozess gezogen werden, außerdem bildet die Unterzeichnung dieses umfangreichen und unzweifelhaft aus der Cranachwerkstatt stammenden Werks wichtiges Vergleichsmaterial für die Besprechung weiterer Werke aus der Zeit um 1512.

(Red.: Peter Schmelzle, 14. September 2013)


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