CranachNet:Überlegungen zum Sebastiansaltar aus Markgrafpieske

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Abbildungen von links nach rechts: (1) Ausschnitt aus der Zeichnung „Christus und die Ehebrecherin“, Frankfurt am Main, Städel, Inv. Nr. 15666. (2) Ausschnitt aus einer IRR-Aufnahme der Madonna mit Kind und Johannesknaben, Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen. (3) Ausschnitt aus der Madonna mit Kind, Karlsruhe, Kunsthalle, Kat. 1966, Nr. 108. (4) Ausschnitt aus dem Holzschnitt mit Martin Luther als Junker Jörg, Coburg, Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv. Nr. H.0064

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Der Sebastiansaltar aus Markgrafpieske

Der Sebastiansaltar aus Markgrafpieske wurde von der Forschung bislang wenig beachtet. Er befindet sich heute im Dommuseum in Brandenburg. Nicht nur die motivisch außergewöhnlich umgesetzte Mitteltafel mit dem Martyrium des hl. Sebastian weist typische Stilmerkmale altgläubiger Bildtraditionen auf. Auch die Flügel sprechen für einen Auftraggeber aus dem katholisch klerikalen Umfeld. Der Altar könnte mit acht Flügelbildern mit Heiligen in der Kunsthalle Karlsruhe in Verbindung stehen und weist evidente Übereinstimmungen mit weiteren Vergleichsbildern auf. Weitere technologische und quellengeschichtliche Forschung wäre wünschenswert, um die Fragen zur Geschichte des Altars und die Rätsel um sein Bildprogramm lösen zu können.

Um die Diskussion um den Altar zu fördern, hat cranach.net in Zusammenarbeit mit Pfr. Stefan Felmy aus Markgrafpieske ein Arbeitspapier mit einigen theoretischen Überlegungen zum Altar erarbeitet, das als Grundlage für mehrere Veranstaltungen am ursprünglichen Aufstellungsort 2012/13 diente: welches Bildprogramm umfasst der Altar, welche Hände lassen sich darin unterscheiden, mit welchen Werken steht er in Zusammenhang, wie wird er datiert, was wird die künftige Forschung leisten müssen?

(Red.: Peter Schmelzle, 27. Mai 2012)


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